Unser WarteraumZahnärztliche Gemeinschaftspraxis Elbestrasse
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Prophylaxe


Zahnreinigung (Individualprophylaxe für Kinder und Erwachsene),
"Airflow"-Reinigung, Recall

Prophylaxe bei Erwachsenen

Zur professionellen Zahnreinigung (PZR) gehört die Entfernung von weichen (Plaque) und harten (Zahnstein) Belägen, sowie Ablagerungen auf den Zähnen durch Zigaretten, Kaffee und Tee.
Dazu werden Ultraschall- und Handinstrumente verwendet, sowie bei starken Verfärbungen mit dem sogenannten "Airflow" - einer Druckluftdüse, die mithilfe feinster Körner die Zähne "sauber strahlt" - die Zähne gereinigt.
Im Anschluss an das Säubern der Zähne und Zahnzwischenräume erfolgt eine Politur und Fluoridierung.
Während und nach der Behandlung bekommen Sie Tipps für eine individuelle Putzaufklärung und eine Erläuterung zur Verbesserung der Mundgesundheit.
Die PZR sollte einmal jährlich stattfinden und beläuft sich, je nach Aufwand, auf ca. 80 Euro.
Sollte eine parodontale Vorgeschichte bestehen (Parodontitis), lauten die Richtlinien nach abgeschlossener PA-Behandlung, eine PZR alle 3-4 Monate (Recall) durchzuführen. Die Intervalle sind dabei individuell, je nach Fortschreiten der Krankheit, vom Zahnarzt festzulegen.
Die Kosten für die Recall-Behandlungen belaufen sich auf ca. 50 Euro je Sitzung.

Prophylaxe bei Kindern

Diese wird von der GKV 2-mal jährlich, vom 6. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres bezahlt. Sie beinhaltet die zahnärztliche Untersuchung, die Entfernung von weichen und harten Zahnbelägen (evtl. Sichtbarmachung der Beläge durch Anfärben, bei sehr schlechter Mundhygiene), sowie eine Politur und Fluoridierung der Zähne.
Kinder ab dem 30. Lebensmonat, bis zum 6. Lebensjahr, sollten ebenfalls 2-mal jährlich dem Zahnarzt vorgestellt werden, um frühzeitig Karies und andere Erkrankungen bzw. Fehlstellungen zu erkennen und zu behandeln.
Zudem können Fragen bezüglich der Zahngesundheit geklärt werden.

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Mundgeruch (Halitosis)

Mundgeruch ist der unangenehme Geruch des Atems, über den man ungern spricht.

Dabei kann der Mundgeruch ein ernst zu nehmendes Alarmzeichen für mangelnde Mundhygiene oder chronische Krankheiten sein. Mundgeruch besteht aus Schwefel und Stickstoffverbindungen, die durch die bakterielle Zersetzung von Nahrungsmittelresten oder totem Gewebematerial entstehen.

Als lokale Ursachen gelten:
Rauchen, Alkohol, schlechte Mundhygiene, Karies, Wurzelreste, schlecht sitzende Kronenränder, undichte Füllungen, Essensrückstände, Entzündungen der Mundschleimhaut, entzündliches Zahnfleisch, Parodontitis, Infektionen in den Nasen-Rachenräumen, Tumore.

Systemisch bedingter Mundgeruch entsteht durch:
Diabetes mellitus, Nierenversagen, Leberzirrhose, Nahrungs- und Genussmittel, schwefelhaltige Medikamente, Störungen der Darmflora.

Viele Betroffene glauben, dass eine Magenerkrankung die Ursache sei, jedoch ist es erwiesen, dass in 80-90% der Fälle lokale Ursachen vorliegen.

Deshalb ist bei chronischem Mundgeruch der Zahnarzt der erste Ansprechpartner.

Therapie
Viel Trinken, Mundspülungen mit Salbeitee, Mundhygiene (Zahnbürste, Zahnseide, Zungenreiniger), chlorhexidinhaltige Mundspüllösungen, professionelle Zahnreinigung, Inspektion des Zahnersatzes und der Füllungen, Interdentalraumbürstchen, Spülungen mit 3%iger Wasserstoffperoxidlösung, Behandlung der Grunderkrankung

Bitte befragen Sie dazu Ihren Zahnarzt.

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Richtige Ernährung zur Gesunderhaltung der Zähne:

Aus historischer Sicht ist mit zunehmendem Wohlstand die Zunahme des Karies-Befalls der Bevölkerung eng miteinander verknüpft. Im Verlauf des letzten Jahrhunderts fiel der große Karies-Anstieg zusammen mit Veränderung der Ernährungsgewohnheiten. Naturbelassene Nahrungsmittel sind immer mehr durch technisch aufbereitete Produkte ersetzt worden, sodass der Verzehr von verfeinerten Kohlenhydraten drastisch zugenommen hat. Um sich gesund zu ernähren, sollte man wissen, welche Nährstoffe die Zähne brauchen.

1. Vitamin A (Mundschleimhaut)

2. Vitamin C (Zahnfleisch)

3. Vitamin D (Knochen- und Zahnbildung)

4. Vitamin E (positiver Effekt bei Zahnfleischerkrankungen)

5. Vitamin H (Haut- und Schleimhäute)

6. Vitamin K (Knochenbau, Hemmung der Säureproduktion von Kariesbakterien)

7. Folsäure (positiver Effekt bei Zahnfleischerkrankungen)


Ebenso spielen zwei Mineralien eine wesentliche Rolle:

1. Kalzium (positive Wirkung bei Kieferknochen- und Zahnfleischschwund)

2. Fluorid (erhöht die Widerstandsfähigkeit von Zahnschmelz gegen Angriffe von Säure- und Karies-Bakterien)

Darum ist eine vollkorn- und rohkostreiche Ernährung sehr gut für Ihre Zahngesundheit. Wichtig sind hier nicht nur die reichhaltigen Nährstoffe, sondern auch die vermehrte Speichelproduktion. Denn Speichel gibt wichtige Nährstoffe an die Zähne weiter und neutralisiert viele Säuren.

Milchprodukte (guter Kalziumlieferant)

Fett (Käse bildet eine schützende Schicht um die Zähne und neutralisiert damit Säuren)

Fisch (liefert Vitamin D und Fluor)

Gemüse (z.B. Brokkoli enthält viel Vitamin C, K, Kalzium, Folsäure und Phosphor)

Kräuter (Vitamin A, C, Carotin, Kalzium und Fluor)

Weizenkeime (vollkörnig genossen enthalten sie Folsäure und Phosphor)

Klebriges und Süßes
In vielen Lebensmitteln ist versteckter Zucker enthalten, z.B. in Ketchup und Senf. Auch Fruchtzucker (Diabetikerzucker Fruktose) verursacht Karies. Da Karies-Bakterien Stärke in Zucker umwandeln, gelten auch stärkehaltige Nahrungsmittel wie z.B. Kartoffeln, Chips, Haferflocken und Salzstangen als kariogen. Es gilt jedoch nach wie vor: Je weniger Zucker man zu sich nimmt, desto besser. Daraus resultiert: Wenn man Süßes isst, sollte man dieses nicht über einen längeren Zeitraum tun, sondern lieber eine größere Menge an Süßem auf einmal genießen und sich anschließend die Zähne putzen. Besondere Zahnkiller sind süße oder saure Bonbons, denn süß-klebriges haftet noch für eine längere Zeit an den Zähnen. Das gilt auch für Honig.

Saures und Fruchtiges
Wenn man säurehaltige Speisen oder Getränke zu sich nimmt, wird je nach Säuregehalt der ph-Wert im Mund dramatisch abgesenkt. Je niedriger der ph-Wert im Mund ist, desto mehr wird der Zahnschmelz angelöst bzw. angegriffen. Ein sofortiges Zähneputzen würde das Problem noch verstärken. Daher ist es besser, mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde nach dem Essen zu warten. Wenn man den Mund mit Wasser ausspült oder Milch und Käse nach etwas Saurem verzehrt, wird eine schnellere ph-Neutralisierung unterstützt. Hierbei hilft auch zuckerfreier Kaugummi. Zu den säurehaltigen Nahrungsmitteln gehören Säfte, Obst, Salat mit Essigdressing, Wein, Brausetabletten, Cola etc. Und ganz wichtig: Auch in Fruchtgetränken ohne Zuckerzusatz ist sowohl Fruchtzucker als auch Säure enthalten.

Daher unsere folgenden Tipps:

1. Zähneputzen nach dem Genuss von Süßem und jeder Hauptmahlzeit

2. Nach dem Genuss von säurehaltigen Speisen eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten

3. Spülen Sie Ihren Mund mit Wasser aus, wenn Sie keine Gelegenheit haben Zähne zu putzen

4. Zuckerfreie Kaugummis unterstützen die Speichelproduktion und senken den ph-Wert

5. Achten Sie auf Zufuhr von Fluorid (Mineralwasser und fluoridangereichertes Salz)

6. Bei Lust auf Süßes: Stillen Sie es auf einen Rutsch mit anschließendem Zähneputzen

7. Vermeiden Sie frucht- und zuckerhaltige Getränke

8. Greifen Sie zu Wasser, Mineralwasser oder ungesüßtem Tee als Durstlöscher

9. Nach dem Genuss von Saurem essen Sie Käse oder trinken Sie Milch zur Beschleunigung der ph-Neutralisierung

10. Achten Sie auf zahnfreundliche Süßigkeiten. Sie sind am Zahnputzmännchen mit dem Schirm auf der Verpackung zu erkennen

11. Achten Sie auf ein ausreichendes Kauen der Nahrungsmittel, denn dadurch wird der Speichelfluss im Mund erhöht (z.B. Vollkornbrot, Müsli, Gemüserohkost müssen intensiver gekaut werden)

12. Achten Sie auf ausreichend lange Pause zwischen den Mahlzeiten, damit die Zähne mithilfe des Speichels wieder die notwendigen Mineralstoffe einbauen können

13. Vor dem Schlafen keinesfalls ein süßes Betthupferl ohne anschließendes Zähneputzen

Vorsicht hier versteckt sich Zucker

Cola-Getränk1 Liter36 Würfelzucker
Apfelsaft1 Liter36 Würfelzucker
Gummibärchen300 gr78 Würfelzucker
Milchschnitte28 gr4 Würfelzucker
Nuss Nougat Creme400 gr69 Würfelzucker
Tomaten Ketchup800 ml47 Würfelzucker
Schoko-Karamell Riegel54 gr18 Würfelzucker
Früchteriegel30 gr6 Würfelzucker
Schoko-Milch Riegel150 gr27 Würfelzucker
Fruchtsaftgetränk200 ml7 Würfelzucker

Scheuen Sie sich nicht, Ihren Zahnarzt Fragen zu zahngesunder Ernährung oder der richtigen Zahnputztechnik zu stellen.

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Fissurenversiegelung

Die Kauflächen der Backen- und Mahlzähne haben viele kleine Rillen und Furchen, die Speiseresten und Bakterien guten Schutz vor der Zahnbürste bieten. Daher ist die Fissurenkaries die häufigste Kariesform nach dem Durchbruch der Zähne.

Wenn diese Fissuren mit Kunststoff verschlossen werden, kann die Kariesanfälligkeit der Kauflächen um 70-90 Prozent verringert werden.

Bitte fragen Sie Ihren Behandler, ob Ihr Kind diese Versiegelung benötigt.

Für Kinder und Jugendliche im Alter vom 6. bis zum 17. Lebensjahr wird im Rahmen der Individualprophylaxe der bleibenden Backenzähne (6er und 7er) die Behandlung durch die Krankenkasse bezahlt.

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Gemeinschaftspraxis Elbestraße

Elbestraße 25
38120 Braunschweig
Fon 0531 - 28 60 70
Fax 0531 - 28 60 720
praxis@zahnaerzte-elbestrasse.de

Öffnungszeiten

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Fr 8:00 - 17:00 h
Sa 8:00 - 12:00 h

Schöne und gesunde Zähne - wir bringen Sie zum Lachen